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Enterale Ernährung im Krankenhaus

Dezember 9th, 2008 · No Comments

Es gibt viele Gründe, warum die enterale Ernährung zur Anwendung kommen kann. Bei der enteralen Nahrungszufuhr wird einem Menschen, der nicht genügend essen kann, es aus irgendwelchen Gründen nicht will, oder aus gesundheitlichen Ursachen nicht kann, auf verschiedene Weise Nahrung zugeführt. Meist besteht die Nahrung aus Nährstoffkonzentraten, die dem Patienten auf oralem, gastralem oder duodenalen Weg zugeführt werden.

Die enterale Ernährung wird angewendet, wenn ein Mensch sehr krank ist, und nicht die Kraft hat, selbst zu essen. Sehr alte, schwache Menschen, solche mit Schlucklähmungen nach einem Schlaganfall und andere kommen hier in Frage. Die hoch konzentrierten, ausgesuchten Nährstoffe werden dann über Schlauchsonden, entweder durch die Speiseröhre in den Magen geleitet, über eine direkte Magensonde verabreicht, oder - in besonderen Fällen - gleich in den Darm geführt.

Durch die enterale Ernährung wird der Verdauungstrakt in Schwung gehalten oder gebracht, was zum Beispiel bei der parenteralen Ernährung, im Rahmen derer die Nährstoffe in Infusionslösungen enthalten sind, die in die Venen und somit direkt ins Blut geleitet werden, nicht der Fall ist. Diese Art der Ernährung kommt also nur bei vorübergehenden Erkrankungen in Frage. Zum Beispiel bei Komapatienten kommt eher die parenterale Ernährung zur Anwendung.

Ist ein Mensch magersüchtig oder nach einem schlimmen Ereignis stark unter- oder mangelernährt, kann über die enterale Ernährung eine Zwangsernährung eingeleitet werden. Für die Magersüchtigen ist dies oft der einzige Weg, zu überleben. Auch bei anderen unter- oder fehlernährten Patienten ist eine besondere Nahrungsgabe, die zum Beispiel besonders proteinreich oder frei von gewissen allergenen Stoffen ist, eine häufige Anwendung im Krankenhaus.